Ausstellung „Faces of Europe“ in Neubrandenburg

26.09.2026
In der Regionalbibliothek Neubrandenburg ist vom 8. September bis 1. Oktober 2026 die Ausstellung „Faces of Europe“ zu sehen. Zur Eröffnung war Jeanine Bochat vor Ort und kam mit Besucherinnen und Besuchern über die Ausstellung und ihre Themen ins Gespräch.

Vom 8. September bis 1. Oktober 2026 wird in den Fenstern und im Innenraum der Regionalbibliothek Neubrandenburg die Ausstellung „Faces of Europe“ gezeigt. Sie präsentiert großformatige Porträts von 27 Frauen aus 13 europäischen Ländern, die im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren. Die überwiegend nach 1945 entstandenen Fotografien geben Einblicke in das Leben der Überlebenden nach der Befreiung – zwischen Neuanfang, Erinnerung und Verarbeitung. Persönliche Texte von Kindern, Enkeln und Freundinnen ergänzen die Porträts und machen die Lebensgeschichten der Frauen über Generationen hinweg sichtbar.

Beschreibung des Bildes
In der Bibliothek ausgestellte Porträts

Die Wanderausstellung ist ein Projekt des Internationalen Ravensbrück-Komitees und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. In Neubrandenburg wird sie durch die Fraueninitiative Neubrandenburg und die Koordinatorin für Gedenkarbeit ermöglicht, mit Unterstützung des THW und der Regionalbibliothek sowie gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.

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Eröffnung der Ausstellung
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Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose während der Ausstellungseröffnung
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Vor der Skulptur "Die Trauernde" mit Orgateam

Das NDR „Nordmagazin“ hat über die Ausstellung berichtet. Der Beitrag „Faces of Europe: Ausstellung erinnert an Frauen im KZ Ravensbrück“ entstand zur Eröffnung am 8. September 2026 und ist in der ARD Mediathek verfügbar.

Zum Beitrag in der ARD Mediathek

Die Internetseite von „Faces of Europe“ könnt ihr unter diesem Link abrufen.

Beschreibung des Bildes
Skulptur "Die Trauernde"

„Die Trauernde“ erinnert an rund 6200 Frauen, die vor 70 Jahren in Außenlagern in Neubrandenburg gefangen waren und in Rüstungsfirmen arbeiten mussten.

Am 17. April 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück wurde im Zentrum der Stadt Neubrandenburg die Skulptur von Bildhauer Wolfgang Friedrich „Die Trauernde“ zusammen mit knapp 50 überlebenden KZ-Häftlingen eingeweiht.

Auf der Internetseite der Stiftung heißt es:

„Der neue Gedenkort bezieht sich auf das Opfer von mehr als 6.000 Häftlingen des Konzentrationslagers Ravensbrück, die in den beiden Aussenlagern des KZ Ravensbrück von 1942 bis 1945 als Zwangsarbeiterinnen Maschinenwaffen, Granaten, Flugantriebstechnik und Abwurfvorrichtungen für die deutschen Heinkel – Bomber herstellen mussten.

Diese Frauen kamen aus fast allen von der Deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten Europas. Die meisten kamen aus Polen und Frankreich sowie aus der ehemaligen Sowjetunion, vor allem dem Gebiet der heutigen Ukraine, aber auch aus Belgien, den Niederlanden, Österreich, Italien, Jugoslawien, der Slowakei, Tschechien, der Schweiz, Ungarn und Slowenien. Weiterführende ist empfehlenswert unseren Beitrag „Das KZ Ravensbrück und seine Aussenlager“ zu lesen.“

Ermöglicht wurde dieses Gedenkzeichen durch den Demokratischen Frauenbund e.V. Kreisverband Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz und Spenden von Menschen und Unternehmen aus der Region.